Informationsveranstaltung Freitag, den 29. Januar 2016

Weil es uns alle angeht 

Liebe Mitglieder des VBK

Antifaschisten wie der Gewerkschaftssekretär Ulli Schneeweiß (Nürnberg) erhalten von Nazis Morddrohungen. Kein Tag vergeht, an dem nicht ein Asylbewerberheim brennt, gleichzeitig hagelt es Prozesse gegen Demokraten und Antifaschisten. Das ist in diesen Tagen Realität.

Am 29. Januar um 18. 30 Uhr werden Euch im großen Saal des DGB-Hauses München, Schwanthalerstraße 64, ein paar Fälle erläutert, die stellvertretend für viele andere stehen.

Dazu möchten wir Euch alle ganz herzlich einladen!

Auch unser Kollege Günter Wangerin steht demnächst wieder wegen einer Kunstaktion vor Gericht.  Er hatte sich im Juni 2015 beim Offiziersappell der Bundeswehr vor dem Nymphenburger Schloss unter die Angehörigen der jungen Offiziere gemischt, war als der Militärmarsch verklungen war, mit einer Gauck-Maske und Eisernem Kreuz auf einen Schemel gesprungen und hatte in die Stille hineingerufen „Habt Acht!“. Das tat er zweimal, dann wurde er ohne Warnung von Feldjägern der Bundeswehr heruntergestoßen und in Handschellen abgeführt.

G. W. - Festnahme

Festnahme von Günter Wangerin

Die Geschichte hat für ihn ein Nachspiel. Pünktlich zum 24. Dezember (Einschreiben!) erhält  er einen Strafbefehl des Amtsgerichts über 40 Tagessätze a 60 € (= 2400 €). Grund: „Hausfriedensbruch“. Seine Strafanzeige wegen Körperverletzung gegen die beiden Feldjäger wurde zwei Tage danach von der Staatsanwaltschaft abgewiesen.

 

 

Vier weitere Betroffene werden berichten.

Ulli Schneeweiß ist Gewerkschaftssekretär in Nürnberg, aktiv gegen Nazis und erhält deswegen unverhohlene Morddrohungen

Paul (angefragtist einer der vielen Jugendlichen, die gegen Pegida demonstrieren. Wegen einer zu dicken Fahnenstange saß er wochenlang im Gefängnis.

Julian ist einer der Jugendlichen, die sich mit der Freien Deutschen Jugend gegen Faschismus und Krieg stark machen. Dafür hat er wie andere auch ein Strafverfahren am Hals.

Cetin Oraner ist Münchner Stadtrat und demonstrierte gegen den IS-Angriff auf die kurdische Stadt Kobane. Als die Polizei gegen kurdische Fahnen vorging, versuchte Cetin zu vermitteln. Ergebnis: Anzeige gegen Cetin Oraner und Azad Bingöl wegen „gefährlicher Körperverletzung“. Prozesstermin ist am 12. Februar.

 

Kommt am Freitag, den 29. Januar 2016 ab 18.30 Uhr ins DGB-Haus – Großer Saal!

 

Weil es uns ALLE  angeht!

Begrüßung:  Linda Schneider, stellvertretende Landesbezirksleiterin ver.di Bayern

 

 

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